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Sauerkraut
Wie gesund ist Sauerkraut?
Kohlsorten sind Spitzenreiter, wenn es um den Gehalte an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen geht.
Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören auch die Glucosinolate, denen eine krebshemmende und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben wird. Glucosinolate sind aber auch Ausgangssubstanzen für kropfbildende Stoffe. Damit allerdings ein «Kohl-Kropf» entstehen kann, müssen - neben einer ungenügenden Jodversorgung - über einen längeren Zeitraum täglich mindestens 400 Gramm Weisskohl gegessen werden.
Bei der Milchsäuregärung des Kohls bleiben die Nährstoffe weitgehend erhalten. Eine Ausnahme bilden die verwertbaren Kohlenhydrate, die zu Milch- und Essigsäure abgebaut werden. Interessanterweise erhöht sich sogar der Vitamin- und Mineralstoffgehalt teilweise. Enthalten 100 Gramm Weisskohl 37 Mikrogramm (µg) B2 und 174 µg B6, so bringt es Sauerkraut auf 50 und 210 µg.
Sauerkraut zeichnet sich insgesamt durch eine hohe Nährstoffdichte aus, enthält kaum Kalorien und wirkt sich dank dem Gehalt an Milchsäurebakterien und Milchsäure positiv auf den Magen-Darm-Trakt (besonders den Dickdarm) aus. Langes Kochen vermindert allerdings den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen beträchtlich (z.B. 50% Glucosinolatverlust nach 10 Min. Kochen).
Mit Vorteil essen Sie Sauerkraut roh an einer Joghurtsauce, zusammen mit Früchte- oder Gemüsestücken, Kernen etc. Wer mit Magen-Darm-Beschwerden reagiert, sollte Sauerkraut regelmässig, aber nur in kleinen Portionen, essen. Kräuter und Gewürze wie Thymian, Dill, Kümmel oder Pfeffer erhöhen die Verträglichkeit ebenfalls.
Januar 2000
