Wie isst die Schweiz?
Illustrierte Populärfassung mit ausgewählten Beiträgen aus dem Fünften Schweizerischen Ernährungsbericht – mit Fokus auf Kinder und Jugendliche. Die beigelegte CD enthält sämtliche Beiträge des Hauptberichtes.
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Fachtagung «Fünfter Schweizerischer Ernährungsbericht»
Nationale Fachtagung vom
9. Juni 2006 in Bern. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem Schweiz. Verband dipl. ErnährungsberaterInnen.
> Referate
Fünfter Schweizerischer Ernährungsbericht
Buch, Format A5, 1070 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen, 1. Auflage 2005
Herausgeber: Bundesamt für Gesundheit
Der Fünfte Schweizerische Ernährungsbericht hält fest, dass in der Schweiz viele wichtige Voraussetzungen gegeben sind, damit sich alle gesund und ausgewogen ernähren können. Diese Möglichkeiten werden aber noch zu wenig genutzt, wie anhand von über 70 Studien gezeigt wird. Verstärkte Präventionsmassnahmen bei der Ernährung könnten den Gesundheitszustand der Bevölkerung stark verbessern, die Lebensqualität erhöhen und die Gesundheitskosten senken.
Die Ernährungsberichte werden alle sieben Jahre im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) erarbeitet. Die vorliegende Auflage beleuchtet wiederum verschiedene Aspekte des Themas Ernährung. Einmal mehr wird bestätigt: In der Schweiz sind die Lebensmittel sicher. Die wirklichen Gesundheitsrisiken liegen nicht in der «Verunreinigung» von Lebensmitteln durch unerwünschte Substanzen, sondern in der Fehlernährung. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die ernährungsbedingten Krankheiten heute Gesundheitsrisiko Nummer eins.
Blick über die Grenzen
Der Ernährungsbericht beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, Ernährungsprobleme aufzudecken. Er zeigt auch Lösungswege auf. Dabei haben sich die Autoren nicht gescheut, über die Landesgrenzen hinaus zu schauen. Ein Bericht aus Finnland zeigt anhand von Daten aus dem «Nord-Karelien-Projekt», dass die nationalen Ernährungsgewohnheiten mit griffigen Massnahmen günstig beeinflusst werden können. Mit vereinten Kräften haben es die finnischen Gesundheitsbehörden zusammen mit Lebensmittelindustrie, Agrarsektor, Medien, Schulen und anderen Partnern innerhalb von 30 Jahren geschafft, die ernährungsbedingten Krankheiten in der Bevölkerung drastisch zu senken. In 25 Jahren sanken die Herz-Kreislauf bedingten Todesfälle bei Männern zwischen 35 und 64 Jahren in Finnland um 64%. Diese Erkenntnisse sollten auch den Präventionsprojekten in der Schweiz Auftrieb geben. Denn auch in der Schweiz gibt es Programme mit nationaler Auswirkung, wie «Suisse Balance», «5 am Tag» oder «action d», mit denen in den vergangenen Jahren einige Erfolge erzielt werden konnten.
Mangelernährung in Spitälern – und bei Spitzensportlern
Seit dem Vierten Ernährungsbericht von 1998 hat sich die Ernährungsschere weiter geöffnet. Neben wachsendem Übergewicht öffnet sich im Bereich der Mangelernährung, insbesondere in Spitälern, ein neues Problemfeld, welches bisher zu wenig erkannt wurde. Eine Untersuchung in 50 grösseren Spitälern hat gezeigt, dass ca. 20 bis 40% aller hospitalisierten Patienten Zeichen von Mangelernährung aufweisen.
Neben diesen grossen Themen bietet der Ernährungsbericht auch Informationen die für die Allgemeinheit von Interesse sind. So wurde zum Beispiel die Nährstoffzufuhr von Spitzensportlern genauer unter die Lupe genommen. Fazit: Die niedrige Kohlenhydratzufuhr, die im Schnitt nicht einmal der Mindestzufuhr für Amateursportlerinnen oder -sportler entsprach, ist ein wichtiges Manko in deren Ernährung.
Interessant sind auch die neunen Erkenntnisse zum Vegetarismus. Vegetarier sind oft gesünder als Nicht-Vegetarier. Sie essen mehr Früchte, Gemüse, Nüsse und Vollkornprodukte und pflegen auch sonst einen gesundheitsbewussteren Lebensstil.
Auch auf Französisch erhältlich:

