Fragen?
Falls Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie diese per Email an > label(at)sge-ssn.ch stellen.
PROJEKT-DOKUMENTE
Bestandesaufnahme
- «LABEL INVENTORY»
(FULL REPORT, ENGLISH) (PDF, 5.4 MB) - ZUSAMMENFASSUNG (DEUTSCH) (PDF, 41 KB)
- SUMMARY (ENGLISH) (PDF, 45 KB)
Konsultation
- KONSULTATIONSBERICHT (DEUTSCH) (PDF, 4'695 KB)
- ZUSAMMENFASSUNG (DEUTSCH) (PDF, 52 KB)
- SUMMARY (ENGLISH)
(PDF 80 KB) - ADRESSATENLISTE (DEUTSCH) (PDF, 44 KB)
Konsumentenstudie
- STUDIENBERICHT (DEUTSCH) (PDF, 1'395 KB)
- ZUSAMMENFASSUNG (DEUTSCH (PDF, 52 KB)
- SUMMARY (ENGLISH)
(PDF, 66 KB) - ANHÄNGE (DEUTSCH)
(PDF 3'949 KB)
Medienmitteilungen
- MEDIENMITTEILUNG VOM 02.06.2009 (PDF, 44 KB)
- MEDIENMITTEILUNG VOM 13.01.2010 (PDF, 40 KB)
- MEDIENMITTEILUNG VOM 14.9.2010 (PDF, 87 KB)
Präsentationen
Wissenschaftliche Publikationen
> Review-Artikel
> Studien mit / über Label
> Studien mit / über Choices
Links
- WHO «Global Strategy on diet, physical activity and health», 2004
- WHO «Diet, nutrition and the prevention of chronic diseases», 2003
- EU-Forschungsprojekt «Flabel»
- BAG "Konsumenteninformation verbessern - EIN Label für die Schweiz?"
- NPEB «Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012»
- BAG-Initiative «actionsanté»
Organisationen
«Healthy Choice Label»
Schweiz
Europa
Übersee
Projekt «Healthy Choice Label»
Die Lebensmittelkennzeichnung ist eine wichtige Orientierungshilfe für Konsumentinnen und Konsumenten. Die WHO hat bereits 2003 erklärt, dass die Nährwertkennzeichnung ein wichtiges Mittel ist, um die Wahl und den Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln zu vereinfachen. In der «Global strategy on diet, physical activity and health» postuliert sie, dass genaue, standardisierte und verständliche Informationen über den Inhalt von Lebensmitteln nötig sind, um eine gesündere Wahl zu treffen.
Viele Schweizer erachten eine gesunde Ernährung als wichtig (Rudolph & Glas, 2008), doch bei der Umsetzung hapert es. Gemäss dem letzten Schweizerischen Ernährungsbericht (Eichholzer et al, 2005) isst der Durchschnittsschweizer weiterhin zu viel, zu süss, zu fettig und zu salzig. Als wichtigste Hindernisse, die Ernährungs-empfehlungen einzuhalten, werden von den Schweizern vor allem Disziplin, Zeit, Aufwand und in geringerem Masse auch die Kosten erwähnt (Rudolph & Glas, 2008; Coop, 2009). Dies widerspiegelt sich auch darin, wie viele Schweizer die Ernährungsinformationen auf Verpackungen lesen. Laut einer ACNielsen-Studie (2008) tun dies lediglich 9%. 36% lesen diese Informationen immerhin, wenn sie ein Produkt zum ersten Mal kaufen, 10%, wenn sie Produkte für ihre Kinder kaufen und 24%, wenn sie Zeit haben. Ganze 14% lesen Ernährungsinformationen auf Verpackungen nie. Übergewichtige lesen Nährwertdeklarationen ausserdem weniger häufig als Normalgewichtige (Schlup, 2005).
Mehr als die Hälfte der Schweizer gibt an, dass sie die Ernährungsinformationen auf Verpackungen nur teilweise oder gar nicht verstünden (ACNielsen, 2008). Dies deckt sich mit den Erkenntnissen einer Studie des ISPM Zürich (2007), dass viele Schweizer (38% in D-CH, 41% in F-CH, 47% in I-CH) die Wahl eines qualitativ hochstehenden Lebensmittels als komplexe Entscheidung betrachten und Lebensmitteletiketten sogar weniger gut als Medikamenten-Beipackzettel verstanden werden.
Massnahmen zur Verbesserung der Verständlichkeit von Ernährungsinformationen auf Verpackungen sind daher nötig. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat dafür im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung NPEB der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE den Auftrag erteilt, die Grundlagen zur Einführung eines einheitlichen und einfach verständlichen Lebensmittel-Labels zu erarbeiten.
Die SGE hat dazu in einem ersten Schritt bei bestehenden Label-Organisationen aus dem In- und Ausland eine Befragung durchgeführt. Die vollständige Bestandesaufnahme kann auf der rechten Seite unter „Projektpublikationen“ heruntergeladen werden.
Die SGE ist auf Basis der Erkenntnisse der ersten Projektphase zum Schluss gekommen, dass die Entwicklung eines neuen und rein schweizerischen Labels wenig Sinn machen würde und empfahl die Kooperation mit einer bestehenden Label-Organisation.
Zu diesem Zweck prüfte eine Expertengruppe die Kriterien des Europäischen Labels «Choices». Dabei wurde v.a. deren Eignung für den Schweizer Lebensmittelmarkt, Kompatibilität mit dem Schweizer Lebensmittelrecht sowie Übereinstimmung mit den Schweizer Ernährungsempfehlungen und -gewohnheiten überprüft.
Wichtige Akteure, potentielle Lizenznehmer und weitere interessierte Kreise konnten anschliessend im Rahmen einer öffentlichen Konsultation der SGE ihre Kommentare zur Einführung eines «Healthy Choice Labels» in den Schweizer Lebensmittelmarkt, zu einer Kooperation mit der Label-Organisation «Choices» und zu den Kriterien des Labels «Choices» zukommen lassen. Die Mehrheit der Teilnehmenden steht einem „Healthy Choice Label“ negativ bzw. eher negativ gegenüber, wobei Stellungnahmen von Wirtschaftsvertretern überwiegen und die Begründungen für die ablehnende Haltung vielfältig sind.
Eine parallel dazu durchgeführte Konsumentenstudie zeigte, dass alle getesteten Kennzeichnungen (Label, GDA, Ampel) den Konsumenten bei der gesunden Wahl unterstützen können, dass aber auch alle an gewisse Grenzen stossen. Auffallend ist der Unterschied zwischen der von Konsumenten erwarteten Nützlichkeit einer Kennzeichnung und deren tatsächlichen Nützlichkeit. Die Kombination GDA + Label scheint sich als eine Art „Füfi und Weggli“ herauszukristallisieren. Sie liefert viel Information für interessierte Konsumenten sowie die Bestätigung der eigenen Wahl, könnte unsichere oder bequeme Konsumenten bei der gesunden Wahl unterstützen und gestressten Konsumenten eine rasche und richtige Entscheidung ermöglichen.
Die ausführlichen Resultate der Konsultation und Konsumentenstudie können auf der rechten Seite unter „Projektpublikationen“ heruntergeladen werden.
Mit dem Abschluss des Projekts „Healthy Choice Label“ stehen dem Bundesamt für Gesundheit nun sämtliche von der SGE erarbeiteten Unterlagen zur Planung und Umsetzung von Massnahmen betreffend Konsumenteninformation zur Verfügung.
Letzte Aktualisierung: 14.09.2010
