Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung  SGE hat im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG von 2009-2012 die Grundlagen für ein Schweizerisches Healthy Choice Label zur Auszeichnung von „gesunden“ Lebensmitteln erarbeitet. Sämtliche dazu erarbeiteten Unterlagen (z.B. für die Schweiz adaptierte Nährwertkriterien) können unter den Projektdokumenten eingesehen werden.

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Zusammenfassung

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung NPEB der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE 2009 den Auftrag erteilt, die Grundlagen zur Einführung eines einheitlichen und einfach verständlichen Lebensmittel-Labels zu erarbeiten.

Die SGE hat dazu in einem ersten Schritt bei bestehenden Label-Organisationen aus dem In- und Ausland eine Befragung durchgeführt. Die vollständige Bestandesaufnahme kann unten unter «Projektdokumente» heruntergeladen werden.

Die SGE ist auf Basis der Erkenntnisse der ersten Projektphase zum Schluss gekommen, dass die Entwicklung eines neuen und rein schweizerischen Labels wenig Sinn machen würde und empfahl die Kooperation mit einer bestehenden Label-Organisation.

Zu diesem Zweck prüfte eine Expertengruppe die Kriterien des Europäischen Labels «Choices». Dabei wurde v.a. deren Eignung für den Schweizer Lebensmittelmarkt, Kompatibilität mit dem Schweizer Lebensmittelrecht sowie Übereinstimmung mit den Schweizer Ernährungsempfehlungen und -gewohnheiten überprüft.

Wichtige Akteure, potentielle Lizenznehmer und weitere interessierte Kreise konnten anschliessend im Rahmen einer öffentlichen Konsultation der SGE ihre Kommentare zur Einführung eines «Healthy Choice Labels» in den Schweizer Lebensmittelmarkt, zu einer Kooperation mit der Label-Organisation «Choices» und zu den Kriterien des Labels «Choices» zukommen lassen. Die Mehrheit der Teilnehmenden stand einem «Healthy Choice Label» negativ bzw. eher negativ gegenüber, wobei Stellungnahmen von Wirtschaftsvertretern überwogen und die Begründungen für die ablehnende Haltung vielfältig waren.

Eine parallel dazu durchgeführte Konsumentenstudie zeigte, dass alle getesteten Kennzeichnungen (Label, GDA, Ampel) den Konsumenten bei der gesunden Wahl unterstützen können, dass aber auch alle an gewisse Grenzen stossen. Auffallend ist der Unterschied zwischen der von Konsumenten erwarteten Nützlichkeit einer Kennzeichnung und deren tatsächlichen Nützlichkeit. Die Kombination GDA + Label schien sich als eine Art «Füfi und Weggli» herauszukristallisieren. Sie liefert viel Information für interessierte Konsumenten sowie die Bestätigung der eigenen Wahl, könnte unsichere oder bequeme Konsumenten bei der gesunden Wahl unterstützen und gestressten Konsumenten eine rasche und richtige Entscheidung ermöglichen.

Die ausführlichen Resultate der Konsultation und Konsumentenstudie können unten unter «Projektdokumente» heruntergeladen werden.

Mit dem Abschluss des Projekts «Healthy Choice Label» stehen dem Bundesamt für Gesundheit sämtliche von der SGE erarbeiteten Unterlagen zur Planung und Umsetzung von Massnahmen betreffend Konsumenteninformation zur Verfügung.

Stand: 14.09.2010 (letzte Aktualisierung 22.2.2012)