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Hanf als Lebensmittel
Was ist von Hanf als Lebensmittel zu halten?
Eine ernährungsphysiologische Beurteilung ist auf Grund fehlender offizieller Daten nur lückenhaft möglich. Hanfsamen bestehen je zu rund einem Drittel aus Fett und Proteinen. Das daraus gewonnene Hanfsamenöl besteht hauptsächlich aus den essenziellen Fettsäuren Linolsäure (46-70%) und Linolensäure (14-28%), sowie zu 6-20% aus Ölsäure. Damit enthält Hanföl deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren als herkömmliche Speiseöle. Da es sehr oxidationsanfällig ist, sollte es im Kühlschrank aufbewahrt und nur für die kalte Küche verwendet werden.
Auch die Hanfsamen können gegessen oder Lebensmitteln wie Brot oder Gebäck beigemischt werden. Bei Hanfsorten, die vom Bundesamt für Landwirtschaft empfohlen sind, besteht die psychotrope Gefährdung durch THC (Tetrahydrocannabinol) nicht. Neuere Untersuchungen zeigen, dass die behördlich festgelegten Grenzwerte (50mg THC/kg Öl, 5mg/kg Gebäck) dann nicht annähernd erreicht werden.
April 2000
