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Lakritze und erhöhter Blutdruck
Stimmt es, dass «Bärendreck» meinen Blutdruck erhöht?
Ja, das stimmt. Lakritze, bei uns oft «Bärendreck» genannt, wird durch Eindampfen des Süssholzsaftes gewonnen. In diesem Saft ist Süssholzzucker (Glycyrrhizin) enthalten, der sich als natürlicher Inhaltsstoff in der Wurzel der Süssholzpflanze (Glycyrrhiza glabra) findet.
Den meisten sind Süssholz und Bärendreck bzw. Lakritze nur als Schleckereien bekannt. Doch der Extrakt der Süssholzwurzel wird schon seit Jahrtausenden auch zu Heilzwecken eingesetzt, beispielsweise wegen seiner schleimlösende Wirkung bei Erkältungskrankheiten. Glycyrrhizin wirkt in höherer Dosis aber auch blutdruckerhöhend und kann zu Salz- und Wasseransammlung im Körper führen. Aus diesem Grund empfiehlt der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union, pro Tag nicht mehr als 100 mg Glycyrrhizin aufzunehmen. Dem hat sich auch das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit angeschlossen. Auf lakritzehaltigen Zuckerwaren sollte sich deshalb je nach Glycyrrhizin-Gehalt ein Verzehrshinweis befinden.
April 2003
