So können Sie uns Ihre Fragen stellen

Per Mail
> nutrinfo-d(at)sge-ssn.ch

Per Telefon
031 385 00 08
Deutsch:
Dienstag–Freitag 8.30-12.00
Französisch/Italienisch:
Montag und Donnerstag
8.30-12.00

Per Fax
031 385 00 05

Schriftlich
NUTRINFO, Postfach 8333,
CH-3001 Bern

Schadstoffe in Schweizer Fischen


Wie sieht es mit der Quecksilberbelastung von Schweizer Fisch aus?

Die Quecksilber-Belastung der Gewässer und damit auch der Fische steigt an, je weiter ein Gewässer von seiner Quelle entfernt ist. Der Bielersee ist also eher stärker mit Schadstoffen belastet als etwa der Brienzersee, der sich näher an der Aarequelle befindet. Neben der Entfernung zur Quelle spielt auch die Industriedichte eine Rolle. Je mehr Industrie, umso höher die Belastung.

Aber nicht nur die Belastung der Gewässer mit Schadstoffen ist von Bedeutung, sondern auch das Alter der Fische sowie ihre Stellung in der Nahrungskette. Je älter ein Fisch ist, umso mehr Zeit hatte er, Quecksilber anzureichern. Und je weiter hinten sich ein Fisch in der Nahrungskette befindet, umso höher sind die Schadstoffwerte. Da Quecksilber vor allem im Fettgewebe gespeichert wird, ist fettreicher Fisch prinzipiell stärker belastet als magerer Fisch.

Der Genfer See ist aufgrund der Industrien in seinen Zuflussgebieten einer der am stärksten mit Quecksilber belasteten Seen in der Schweiz. Gemäss Auskunft des Kantonalen Laboratoriums in Genf, welches für die Lebensmittel-Kontrollen dort zuständig ist, enthalten aber auch die Fische im Genfer See nur geringe Mengen an Quecksilber (Egli z.B. um 0,04 mg/kg). Dieser Wert liegt deutlich unter den gesetzlichen Limiten für diese Fischart (Toleranzwert: 0,2 mg/kg, Grenzwert 0,5 mg/kg).

Für Fische, die weit hinten in der Nahrungskette liegen (Zander, Hecht) gelten höhere Toleranz- und Grenzwerte. Die Empfehlung, vermehrt Fisch statt Fleisch bzw. ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen, kann also auch im Zusammenhang mit der Quecksilber-Thematik für Schweizer Fisch aufrechterhalten werden.

Januar 2007