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Schimmelpilze


Müssen Nahrungsmittel mit Schimmelpilzbefall entsorgt werden oder genügt es, den Schimmel grosszügig wegzuschneiden?

Wenn Schimmelpilze keimen, entwickeln sie ein Fadengeflecht (Myzel), dessen Fäden – für unser Auge unsichtbar – oft weit in das Lebensmittel hineinreichen. Soweit heute bekannt ist, sind etwa 120 der rund 100 000 bekannten Schimmelarten in der Lage, Mykotoxine, d.h. Schimmelgifte, zu bilden. So auch das krebsfördernde Aflatoxin.

Bei ungünstiger oder zu langer Lagerung kann es (auch im Kühlschrank) zum Verderb von Produkten kommen. Dabei werden nicht nur der Geruch, der Geschmack und der Nährstoffgehalt beeinträchtigt. Fäulnis, Trübung, Farbveränderung, Verschleimung, Gärung, Verschimmeln (mit Ausnahme des Edelschimmels bei Käse und Salami) usw. deuten auf krankheitserregende Keime und giftige Inhaltsstoffe hin.

Verdorbene Lebensmittel müssen unbedingt entsorgt werden. Es reicht nicht, den Schimmel wegzuschneiden, da sich die giftigen Stoffwechselprodukte (z.B. Mykotoxine) im Lebensmittel ausbreiten können.

September 2009