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Trans-Fettsäuren
Was bedeutet der Begriff «trans-Fettsäuren», den man auf verschiedenen Etiketten findet?
Fettsäuren setzen sich aus einer Kette von Kohlenstoffatomen zusammen, die durch Einfach- oder Doppelbindungen miteinander verbunden sind. Im Falle einer Doppelbindung können sich die Kettenabschnitte, die sie trennen, auf der gleichen Seite (cis-Form) oder auf der entgegengesetzten Seiten (trans-Form) bezüglich der Lage der Doppelbindung befinden. Die trans-Fettsäuren, die wir verzehren, kommen entweder in natürlicher Form in Butter, Milch und Milchprodukten sowie im Rind- und Schaffleisch vor oder sie sind Produkte eines industriellen Prozesses, der chemischen Härtung von Fetten. Dieses Verfahren hat zum Ziel, den Schmelzpunkt zu erhöhen und Produkte mit einer festeren Konsistenz herzustellen (z.B. Margarine). Nahrungsmittel wie Chips, Pommes frites, Snacks und Backwaren sowie Fritieröle können ebenfalls trans-Fettsäuren enthalten.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel im Blut, sofern sie in der cis-Form vorliegen. In der trans-Form werden sie als gesättigte Fettsäuren betrachtet. Sie erhöhen die Konzentration des «schlechten» Cholesterins (LDL) im Blut und reduzieren das «gute» Cholesterin (HDL). Aus diesem Grund wird in den DACH-Referenzwerten neuerdings empfohlen, dass trans-Fettsäuren nicht mehr als 1% der gesamten Energiezufuhr ausmachen sollten.
Oktober 2000
